Tariflohn im Sicherheitsgewerbe NRW: was im Stundensatz steckt.
Der allgemeinverbindliche Lohntarifvertrag für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in NRW reicht von 15,11 €/h im einfachen Objektschutz bis 22,28 €/h für die Fachkraft für Schutz und Sicherheit (Laufzeit 01.04.2025–31.12.2026). Diese Tariflöhne sind der Grund, warum seriöse Sicherheitsdienste reale Marktpreise von 25–45 €/h aufrufen — und warum Dumpingangebote ein Warnsignal sind.
Tariflöhne in NRW nach Tätigkeit (2025/2026).
| Tätigkeit / Lohngruppe | Stundenlohn (Tarif NRW) |
|---|---|
| Objektschutz / einfacher Wachdienst | 15,11 €/h |
| Revier- / Streifendienst | 17,91 €/h |
| Notruf- & Serviceleitstelle (NSL) | 18,47 €/h |
| Werkschutzfachkraft | 21,83 €/h |
| Fachkraft für Schutz und Sicherheit (IHK) | 22,28 €/h |
Quelle: Lohntarifvertrag Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW, vom Land NRW für allgemeinverbindlich erklärt · Laufzeit 01.04.2025–31.12.2026 · Stand: Juni 2026. Werte gerundet.
Vom Tariflohn zum Marktpreis.
Der Tariflohn ist der Brutto-Stundenlohn der eingesetzten Kraft, nicht der Preis, den ein Auftraggeber zahlt. Auf den Lohn kommen Lohnnebenkosten (Sozialabgaben, Urlaub, Lohnfortzahlung) von grob 80–100 %, dazu Haftpflicht- und Betriebsversicherung, Einsatzplanung, Ausrüstung, Dokumentation und eine Marge. So werden aus 15–22 €/h Tariflohn die realen Marktpreise von etwa 25–45 €/h, die Sie in unsererKostenübersicht für Sicherheitsdienste in NRW finden.
Liegt ein Angebot deutlich unter dem Tariflohn plus Nebenkosten, fehlt fast immer etwas: tarifkonforme Bezahlung, Versicherung oder Qualifikation. Das Risiko bleibt dann beim Auftraggeber. Genau solche Anbieter kommen nicht ins Netzwerk.
Häufige Fragen zum Tariflohn.
In NRW gilt ein allgemeinverbindlicher Lohntarifvertrag. Schon die unterste Tarifgruppe (Objektschutz / einfacher Wachdienst) liegt bei 15,11 €/h und damit deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn. Weil der Vertrag allgemeinverbindlich ist, müssen ihn alle Betriebe der Branche in NRW einhalten — auch nicht tarifgebundene.
Eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit dreijähriger IHK-Ausbildung erhält in NRW bis zu 22,28 €/h (Tarifstand 2025/2026). Die Werkschutzfachkraft liegt bei 21,83 €/h, Revier- und Streifendienst bei rund 17,91 €/h.
Der Tariflohn ist nur der Brutto-Stundenlohn der Kraft. Hinzu kommen Lohnnebenkosten (Sozialabgaben, Urlaub, Lohnfortzahlung) von grob 80–100 %, dazu Haftpflicht- und Betriebsversicherung, Einsatzplanung, Ausrüstung, Dokumentation und eine Marge. Aus 15–22 €/h Tariflohn werden so reale Marktpreise von etwa 25–45 €/h, bei Brandwache oder Personenschutz auch mehr.
Ja. Der Lohntarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen in NRW wurde vom Land für allgemeinverbindlich erklärt und gilt für über 40.000 Beschäftigte in der Branche. Anbieter, die deutlich darunter kalkulieren, arbeiten nicht tarifkonform — ein Warnsignal bei der Auswahl.
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